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2. Newsletter, Nov. 2009

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Content - News

Liebe Leserinnen und Leser,

in unserem zweiten Newsletter möchten wir Sie über unsere Projektaktivitäten und erste Produkte informieren, die innerhalb des ersten Projektjahres von SKRAT (Strategic practices for Know-how Retention And Transmission within organizations).

Was dieser Newsletter bietet:

  • Entwicklung nationaler Berichte in den beteiligten Ländern;
  • Projekttreffen in Bukarest;
  • Entwicklung eines “Tool Grids”;
  • Interne Evaluation des Projektes
  • Valorisierungsplan, Instrumente und Veranstaltungen.

1. Entwicklung nationaler Berichte in den beteiligten Ländern

Alle Projektpartner haben innerhalb ihrer Länder Recherchen (sowohl primärer als auch sekundärer Natur) durchgeführt, mit dem Ziel der Identifikation von Schlüsselelementen in Bezug auf Wissenstransfer und –erhalt in KMU sowie im Metallsektor. Dies beinhaltet:

  • Demographischer Wandel und Zukunfsprognosen;
  • Kompetenzwandel und Zukunftsbedarfe;
  • Abgleich und Lücken von Arbeitsplatzbeschreibungen und tatsächlichen Kompetenzbedarfen in Unternehmen;
  • Lernprozesse und –methoden in Unternehmen; Wissenstransfer
  • Lernwege, Persönliche Lernumgebung (Personal Learning Environment - PLE);
  • Wissensmanagement;

Die Berichte wurden in englischer Sprache verfasst.

2. Projekttreffen in Bukarest

Das zweite Projekttreffen beinhaltete die erfolgreiche Auswertung der nationalen Berichte, die von den jeweilgen Partnern vorgestellt wurden. Darüber hinaus wurde eine gemeinsame Strategie zur Entwicklung eines sogenannten “Tool Grids”, also eines Rasters von Hilfsmitteln zum Wissenserhalt erarbeitet.

3. Entwicklung eines “Tool Grids”

Die nationalen Berichte haben einen sinnvollen Beitrag zur Entwicklung eines „Tool Grids“ geleistet. Der Tool Grid beinhaltet Schlüsselelemente für einen ganzheitlichen Ansatz zum Wissenserhalt und -transfer in KMUs und im Metallsektor basierend auf dem ECVET-System.

Durch den hohen Grad an Komplexität dieser Aufgabe, dauerte die Fertigstellung länger als erwartet. Hierdurch konnte jedoch die Nutzbarkeit des Tool Grids verbessert werden.

Eine Zusammenfassung des Berichtes in englischer Sprache wird auf der Projekthomepage zur öffentlichen Stellungnahme zur Verfügung gestellt. Es wird empfohlen, sich hier als Nutzer zu registrieren, um Zugang zu den öffentlichen Dokumenten zu bekommen.

Der Bericht zum Tool Grid ist Bestandteil des „Tool Kits“, eines umfangreichen Werkzeugsatzes für Prozesse von Wissenserhalt und –transfer in KMU und im Metallsektor.

Der Bericht untersucht Werkzeuge, die relevant für jeden der Schritte des SKRAT-Ansatzes (Motivation, Zufriedenheit, Belohnungen / Anreize, Personalerhaltung und anhaltende Verbesserung des Personals) sowie umsetzbar im spezifischen Umfeld von KMU und dem Metallsektor sind. Es ist zu erwarten, dass durch eine aufmerksame und systematische Nutzung dieser Werkzeuge eine interne Kapazität in KMU entwickelt wird, solche Aktivitäten in der täglichen Personalentwicklungsroutine zu verankern. Folglich zeigt der SKRAT-Ansatz mehr als nur eine einfache Werkzeugsammlung auf. Durch die tiefgehende Darstellung des Kontexts und der Bedingungen zur Nutzung eines jeden Werkzeugs (beispielsweise des geschäftsprozess- bzw. des mitarbeiterorientierten Ansatzes) wird direkt die (betriebs-)wirtschaftliche Leistung beeinflusst.

Die nationalen Berichte reflektieren Gemeinsamkeiten hinsichtlich des Kompetenzverlustes bzw. des Wissenstransfers. Zusätzlich werden Gemeinsamkeiten in Lösungsansätzen aufgezeigt, beispielsweise das Bewusstsein der Wichtigkeit von Nachfolgeplanung. Die Ansätze werden detailliert im Transnationalen Bericht aufgeführt.

Es bestehen jedoch spürbare Unterschiede in der Art und Weise der Arbeitsprozessanalyse (falls eine solche überhaupt vorgenommen wird).

Weiterhin besteht in einigen Ländern kaum Einigung hinsichtlich offizieller Berufsprofile, selbst auf sektoraler Ebene. Eben solche Profile sollten jedoch zumindest ein Minimum an Richtwerten hinsichtlich der Kompetenzen in jedem Sektor bieten, ohne solche Standards können gezielte Maßnahmen zur Lösung von Problemen im Bereich von Fachkräftemangel oder Wissenstransfer nur begrenzt durchgeführt werden.

Anders formuliert: insgesamt besteht wenig Information auf deren Basis man einen glaubwürdigen nationale Analyse zu Kompetenz- und Qualifikationsbedarfen und der Diskrepanz von Angebot und Nachfrage durchführen könnte. Zu einem gewissen Grad werden solche Themen auf Unternehmenslevel bewältigt (anstelle einer sektoralen, regionalen oder nationalen Lösung), dies geschieht jedoch zumeist im Hinblick auf Aufgaben anstelle von übertragbaren Kompetenzen. Da solche Aufgaben häufig sehr unternehmensspezifisch sind, trägt dies nicht zur Mobilität von Angestellten bei. Dieses Thema ist wohl eines der größten Probleme in dem sonst stark bearbeiteten Bereich Wissenstransfer.

4. Interne Evaluation der Projektentwicklung

Es wurde ein Prozess zur internen Evaluation der Projektprozesse entwickelt. Ziel der internen Evaluation ist es, Nutzerbedarfe zu antizipieren und diese in die Projektdiskussion einzubringen (gestaltende Evaluation). Verantwortlicher Partner hierfür ist die ISOB GmbH Regensburg, ein Beratungsunternehmen, das sich auf die wissenschaftliche Begleitung von Innovationsprojekten in der Berufsbildung spezialisiert hat. ISOB wird zwei Evaluationsberichte erstellen, einen Zwischen- und einen Endbericht. Ziel dieser Berichte, die sich an Stakeholder und die breite Öffentlichkeit richten, ist die Vorstellung des Projektes und seiner Ergebnisse, sowie die Darstellung des Nutzerfeedbacks aus den Piloten und den Erkenntnissen aus Entwicklung und Pilotierung. Der Zwischenbericht wird im Dezember 2009 online zur Verfügung gestellt werden. Ergebnis dieses Evaluationsberichts ist, dass das Projekt aller Erwartung nach seine Ziele erreichen wird. Es wird hervorgehoben, dass trotz der unterschiedlichen Situationen in den jeweiligen Partnerländern eine gemeinsame Struktur zur Identifizierung von Bedarfen und prototypischen Prozessen von Wissenstransfer erlangt wurde. Diese Struktur wird durch eine kleine Auswahl von übertragbaren Werkzeugen aus den Partnerländern erweitert. Folglich ist zu erwarten, dass innerhalb des Projekts eine einsatzfähige Richtlinie entwickeln werden kann, die innerhalb der geplanten Pilotierung hilfreich sein wird und vor allem von der Zielgruppe des Projektes akzeptiert und erwünscht sein wird.

6. Valorisierungsplan, Werkzeuge und Veranstaltungen

    Die Projektpartner verfügen über umfassende Erfahrung in der Verbreitung von Projektaktivitäten auf nationalem und internationalem Level. Die grundlegenden Verbreitungsinstrumente, die Projektwebsite (http://www.know-how-retention.eu/) und mehrsprachige Projektflyer, sind seit Projektbeginn verfügbar. Darüber hinaus wurden von allen Partnern 200 Flyer in der jeweiligen Landessprache gedruckt. Informationsveranstaltungen für Personalplaner, Bildungsanbieter, KMU Manager, Bildungsexperten, Gewerkschaften und öffentliche Ämter im Bereich Bildung wurden organisiert. Jede Veranstaltung wurde in einer festgelegten Form protokolliert, um die Zahl der Teilnehmer festzuhalten.

    Die Partner verfolgen Valorisierungsaktivitäten entsprechend dem Valorisierungsplan.

    Projektflyer sind im digitalen Format und in mehreren Sprachen auch auf der Projekthomepage verfügbar. Die Website ist der Öffentlichkeit ohne Registrierung zugänglich, der Zugang zu bestimmten Dokumenten ist jedoch registrierten Nutzern vorbehalten.

    Zukünftige Projektaktivitäten

    In den nächsten Monaten wird das „Tool Kit“ fertig gestellt und in die Landessprachen übersetzt werden. Dieses wichtige Produkt wird auf der Website zur öffentlichen Stellungnahme zur Verfügung gestellt.

    Anfang 2010 wird das „Tool Kit“ in KMU und im Metallsektor pilotiert und getestet werden. Die Partner beginnen die Pilotierung mit der Feststellung von Zielunternehmen in ihrem Einflussbereich.

    Kontakt

    SKRAT wird vom Internationalen Projektteamder Fundación Metal Asturias in Spanien koordiniert. Ansprechpartner in Deutschland ist Jörg Ferrando (joerg.ferrando --AT-- igmetall.de)